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Pressemitteilung zur 15. DVMD-Fachtagung 2019 in Düsseldorf

Presse

Pressemitteilung zum 2. Frühjahrssymposium 2018 in Duisburg

Am 2. März 2018 lud der Fachverband für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin (DVMD e. V.) zum Frühjahrssymposium ein. Mit diesem Veranstaltungsformat bietet der Verband der Branche ein Update zu den wichtigsten Fachthemen in den Jahren zwischen seinen großen zweijährlichen Fachtagungen. Etwa 110 engagierte Dokumentare, Forscher, Lehrende und weitere Interessierte aus Deutschland und dem Ausland kamen hierzu in Duisburg zusammen. In ihrem Fokus standen Klassifikationen und Gesundheitsstatistik.

Wozu Klassifikationen? Die einheitliche Verschlüsselung von Diagnosen und Therapien im Gesundheitswesen ist nicht nur für die Leistungsabrechnung im stationären Bereich von wesentlicher Bedeutung. Die Kodierung liefert auch national wie international die Basis für allgemeine Gesundheitsstatistiken und für die Epidemiologie. Zuverlässige, vergleichbare Analysen setzen daher allgemeingültige Begriffssysteme voraus – international akzeptierte Klassifikationen, Nomenklaturen, Ontologien, Taxonomien und Terminologien. Ihnen war das Frühjahrssymposium gewidmet.

So gibt es bei der WHO drei Referenzklassifikationen: ICD (International Classification of Diseases) zur Kodierung von Diagnosen, ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) zur Klassifikation von Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit sowie ICHI (International Classification of Health Interventions). Bei der ICHI geht es um die Kodierung von Operationen und Prozeduren. Bis heute liegt hier keine weltweite Klassifikation vor, allenfalls gibt es nationale Lösungen – und die vor allem in den Industrieländern.

Mit der ICHI soll durch die Arbeit der WHO eine Klassifikation entstehen, die sich weltweit einsetzen lässt. Sie wird absichtlich eher schlank gehalten, damit auch Länder, die noch gar keine Klassifikation haben, sie nutzen können. Enthalten sind eine Kernstruktur und Erweiterungscodes, die unter anderem für Abrechnungszwecke verwendet werden können. Im April 2018 erscheint die Beta-Version der ICHI. Nach einem Review erfolgt der Abstimmungsprozess mit der WHO. Es ist geplant, dass die ICHI spätestens 2020 veröffentlicht wird. Die gültigen deutschen OPS (Operationen- und Prozedurenschlüssel) wird sie jedoch nicht ersetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Frühjahrsymposiums lag auf dem internationalen medizinischen Klassifikationssystem ICD. Dieses Kerninstrument der Diagnoseverschlüsselung des öffentlichen Gesundheitswesens für den ambulanten und stationären Bereich liefert wichtige Informationen für Prävention, Behandlung und Forschung. Etwa 150 Länder, so Dr. Robert Jakob von der WHO in Genf, nutzen die ICD-Klassifikationen bisher systematisch, weitere arbeiten daran. Die wichtigste Neuerung in der elften Revision ist deren vollelektronische Nutzung.

Die Nutzungsziele und die Interpretation von Gesundheitsstatistiken sowie deren Optimierungsbedarf waren Themen der Vorträge weiterer Experten. Die DVMD-Vorsitzende Annett Müller resümierte: „Die DVMD-Tagungen vermitteln aktuelle Fachinformation und Kompetenz für die Neuerungen und Herausforderungen, die uns erwarten. Klassifikationen sind wichtige Werkzeuge für die inhaltliche Erschließung medizinischer Informationen, die bei unterschiedlichen Nutzern bei bestimmten Fragestellungen zum Einsatz kommen. Um die nicht standardisiert vorliegenden Daten für die unterschiedlichen Nutzergruppen wie z.B. Landesgesundheitsämter verfügbar zu machen, wendet man verschiedene Klassifikationssysteme an.“

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Pressemitteilung zur 14. DVMD-Fachtagung 2017 in Dresden

Hirschberg, 05. April 2017: Zur 14. Tagung des Fachverbandes für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin (DVMD) kamen Ende März rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Dresden zusammen. Das Motto „Kernkompetenz Medizinisches Informationsmanagement“ bündelte Vorträge und Workshops aus allen Tätigkeitsbereichen – der klinischen Dokumentation, der Qualitätssicherung, der Tumordokumentation, der klinischen Studien und allgemein des Informationsmanagements in der Medizin. Daneben standen Experten- und Erfahrungsberichte, Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie spannende aktuelle Themen in Richtung Digitalisierung und E-Health auf dem Programm – navigierbar erstmalig auch auf einer Tagungs-App.

Katharina Thorn, langjährige DVMD-Vorstandsvorsitzende, begrüßte die Teilnehmer im Großen Saal des Quality Hotels mit den Worten „Was nicht dokumentiert ist, hat nicht stattgefunden“. Sie appellierte, dass trotz allen Wandels in der Leistungserbringung der letzten Jahre die Dokumentation extrem wichtig sei – im Vordergrund solle jedoch die Medizin stehen, nicht die Bürokratie.

In seiner Keynote „Dokumentieren wir uns zu Tode?“ erklärte Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Schaser, wie sich das Bild des Arztberufes durch Dokumentationsaufwand und Ökonomisierung gewandelt habe. Neben den ursprünglichen Aufgaben z.B. eines Arztes an einem Universitätsklinikum – Patientenversorgung, Forschung und Lehre – kommen mehr, auch fachfremde, bürokratisch-administrative Aufgaben hinzu. Beispielsweise sind seit der Einführung des DRG-Systems, das eine exakte Verschlüsselung von Diagnosen und Eingriffen erfordert, Ärzte vielerorts für die Kodierung verantwortlich. Häufig sind sie mit den Kodierungsrichtlinien nicht ausreichend genug vertraut. Eine mögliche Lösung sieht Prof. Dr. Schaser in der interprofessionellen Zusammenarbeit, beispielsweise über gemeinsame Visiten, an denen Ärzte und Medizinische Dokumentare teilnehmen.

Treffend fasste Prof. Dr. Paul Schmücker in seiner Session „Gegenwart und Zukunft der Informationsverarbeitung im Gesundheitswesen“ zusammen, dass sich durch Apps, e- Health und Big Data alles Althergebrachte grundlegend ändere. So blieben lebenslanges Lernen und Weiterbildung zentrale Herausforderung aller im Gesundheitswesen Tätigen.

Einen Überblick über die historische Entwicklung von Good Clinical Practice (GCP) und den aktuellen Zustand mit Fokus auf die Europäische Union vermittelte Dr. Dagmar Chase in der Keynote des zweiten Tages. GCP dient dem Schutz der Teilnehmer an Studien und soll alle Schritte nachvollziehbar machen. Eine neue und einheitliche EU-Verordnung (EU Clinical Trials Regulation 536/2014) soll zu verbesserter Qualität in der Arzneimittelforschung bei gleichzeitig vereinfachter Administration führen. Dabei geht es zum einen um den risikobasierten Ansatz zur Minimierung von Fehlern; zum anderen soll die „GCP Renovation“ andere Studiendesigns ins Auge fassen und diese mit weiteren Daten aus Patientenakten, Registern und der „Real World“ anreichern.

Vier junge Dokumentare und Nachwuchswissenschaftler wurden für ihre innovativen und zugleich fundierten Poster bzw. wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet: Michel Reinhard (Schule für Medizinische Dokumentation Gießen), Verena Schöning (Hochschule Ulm), Annika Eschen (Hochschule Hannover) und Pablo Plöchl.

Im Frühjahr 2018 bringt das 2. DVMD-Frühjahrssymposium in Köln ein Update zum Thema „Klassifikationen und Gesundheitsstatistik“. Die nächste Fachtagung ist für 2019 geplant.

 

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Pressemitteilung zum 1. Frühjahrssymposium 2016 in Hannover

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Hirschberg, 12. April 2016. Auf dem erstmalig stattfindenden Frühjahrssymposium des Fachverbands für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin diskutierten die Teilnehmer und Referenten über Veränderungen, aktuelle Entwicklungen und Trends des Qualitätsmanagements im Medizinischen Informationsmanagement. Im Mittelpunkt stand die Betrachtung des Qualitätsmanagements in Hinblick auf Zertifizierungen, Qualitätssicherung, Patientensicherheit und Risikomanagement.

Das Symposium, das vom 3. – 4. März 2016 in Hannover stattfand, stellte klar heraus, dass das Thema Qualitätsmanagement nicht nur die Dokumentations- und Informationsprozesse betrifft, sondern im Fokus immer auch die Patientensicherheit und damit der Mensch steht. Dazu gingen die Referenten auf die Zertifizierungsnormen für Qualitätsmanagementsysteme, die Qualitätsentwicklung durch eine strategische Gestaltung der Prozesse und integrierten Behandlungspfade ein. Ein weiterer Fokus lag auf dem Thema Risikomanagement.

Um weitere Aspekte und Erfahrungen zu beleuchten, präsentierten die Referenten Qualitätsberichte und informierten über die Möglichkeiten externer Qualitätssicherung und den damit verbundenen Herausforderungen. In einem freien Themenblock ging es um das Thema Qualitätssicherung in der Kodierung, der Klinischen Forschung und der Tumordokumentation/Krebsregister. Zum Abschluss des Symposiums wurden die DVMD-Hochschul- und Juniorenpreise verliehen.

Das Frühjahrssymposium wurde in Kooperation mit dem Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ), einer Einrichtung der Ärztekammer Niedersachsen veranstaltet. Der DVMD bot neben den Fachvorträgen eine Reihe von Workshops für die Teilnehmer an und regte zu einer Diskussion über die aktuellen Entwicklungen im Qualitätsmanagement an. Im Rahmen der Konferenz fand zudem die jährliche DVMD-Mitgliederversammlung statt.

Auch in 2018 veranstaltet der DVMD wieder ein Frühjahrssymposium. Datum, Ort und Schwerpunktthema stehen noch nicht fest, werden aber rechtzeitig auf der Webpage des DVMD und in der Fachzeitschrift des Verbands, der „mdi“, bekannt gegeben.

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Pressemitteilung zur 13. DVMD-Fachtagung 2015 in Ulm

Anlässlich der 13. Fachtagung „Informationsmanagement in der Medizin - Herausforderungen in Versorgung und Forschung“ des Fachverbands für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin trafen sich über 400 Fachleute aus dem Bereich der Medizinischen Dokumentation vom 11. – 14. März 2015 an der Hochschule Ulm.

Die Fachtagung bot den Teilnehmern an zwei Vortragstagen insgesamt 59 Vorträge, die in vier parallelen Sessions angeboten wurden. An zwei weiteren Tagen standen den Gästen 22 Workshops zur Verfügung, so dass sich jeder die für ihn passende Vortrags- und Workshop-Agenda zusammenstellen konnte. Highlight der Tagung waren die Keynotes von Prof. Dr. Klaus Kuhn (TU München) zum Informationsmanagement für die Personalisierte Medizin und von Prof. Dr. Jürgen Windeler (IQWiG) zum Informationsmanagement des IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen). Wie in jedem Jahr wurde zudem der mit 500 Euro dotierte Gustav-Wagner-Preis an Frau Martina Locher und ihre Co-Autoren aus dem Krebsregister Baden-Württemberg für das beste Fach-Poster vergeben. Neu in diesem Jahr war das „Meet the Expert“-Format, das Youngstern, Erfahrenen und Jobwechsel-Interessierten die Möglichkeit bot, einen Einblick in die diversen Berufsfelder des Medizinischen Informationsmanagements zu erhalten.

Die Tagung hatte sich zum Ziel gesetzt, die Herausforderungen durch die rasant wachsende Informationstechnologie im Bereich der Medizinischen Dokumentation darzustellen und den Einfluss auf das Aufgabengebiet der in diesem Umfeld Beschäftigten zu diskutieren. Beiträge gab es zu Themen der Klinischen Forschung, der Klinischen Dokumentation, der Tumordokumentation, dem Informationsmanagement und der Gesundheits-IT. Zudem wurden Masterstudiengänge zum Informationsmanagement in der Medizin vorgestellt. Außerdem präsentierte der DVMD sein Positionspapier zum Thema Tumordokumentation (Weiterbildung, Notwendigkeit und Zukunftsaussichten). Auch Fragen rund um Standardisierung und Automatisierung in der Dokumentation standen im Fokus und wurden im Zusammenhang mit den Herausforderungen für die Forschung erörtert. Des Weiteren wurden den Teilnehmern im Rahmen einer Challenge vier EDC-Systeme (Electronic Data Capture) vorgeführt und aufgezeigt, wie die Systeme mit mehr oder minder alltäglichen Situationen umgehen. Hierzu wurden für alle Systeme gemeinsame Anforderungen definiert, um für die Zuhörer eine Vergleichbarkeit der Systeme zu ermöglichen.

Die Teilnehmer zeigten sich von der Fachtagung mehr als angetan. So äußerte sich Juliane Ströh, ein DVMD-Mitglied: „ Die Fachtagung war eine sehr informative und vielseitige Tagung. Meine Erwartungen wurden definitiv übertroffen.“ Eine angehende Medizinische Dokumentationsassistentin ergänzte: „Ich bin erstaunt, wie vielseitig die Medizinische Dokumentation ist und begeistert, wie eng vernetzt die unterschiedlichen Fachrichtungen durch Tagungen wie diese sind. Die Veranstaltung bot mir fundiertes Fachwissen und Fort- und Weiterbildung.“ Auch auf Seiten der Organisatoren ist man mit dem Verlauf der 13. Fachtagung sehr zufrieden: „Das attraktive Tagungsprogramm hat eindrucksvoll aufgezeigt, wie facettenreich und anspruchsvoll das Informationsmanagement im Gesundheitsbereich mittlerweile geworden ist und hat zur Stärkung der Identität unseres Fachgebiets beigetragen“, so Prof. Jochen Bernauer, Dekan des Studiengangs „Informationsmanagement im Gesundheitswesen“ der Hochschulen Ulm und Neu-Ulm.

An den Vorträgen und Workshops nahmen Mitglieder des Verbands, Studierende, Schüler und Interessierte aus dem Gesundheitsmanagement teil. Um den Teilnehmern ein möglichst umfassendes Tagungsangebot zu bieten, wurden zudem Schulungen aus den Fachbereichen der Medizinischen Dokumentation, den dort verwendeten Software-Programmen und Soft Skills-Themen angeboten. Ein Rahmenprogramm mit Stadtführungen und einem gemeinsamen Gesellschaftsabend im Wiley-Club in Neu-Ulm sorgte dafür, dass auch die Erholung nach den Fachbeiträgen und der Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern nicht zu kurz kamen.

Das Tagungsprogramm wurde von einer DVMD Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung, der DVMD-Juniorenpreisverleihung, dem DVMD- Schulvertretertreffen und der Zertifikatskomissionssitzung Medizinische Dokumentation des DVMD und der GMDS begleitet.

Impressionen zur Tagung finden Sie auf https://dvmd-tagung.de/ . Datum und Ort der nächsten Fachtagung stehen noch nicht fest, werden aber rechtzeitig bekannt gegeben.

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